Sozialkünstlerin in Ausbildung unterstützt Projekt in Florenz

Jeder Mensch ist ein Künstler und hat das Potential, die Welt zu verändern. Das ist unsere Zukunftsvision und unsere Hoffnung für Europa!

Am 30. Oktober startete JobAct Impulso in Florenz. Aus 124 Bewerbern wurden 31 Teilnehmer ausgewählt.

Unterstützt wurde das Projekt von der Stiftung „Fondazione Cassa di Risparmio Firenze“, die Durchführung vor Ort wurde von unserer Partnerorganisation Vivaio l´intraprendenza; die künstlerische Leitung von Beáta Nagy übernommen.

Anna Münster, die gerade in Berlin die Ausbildung zur Sozialkünstlerin absolviert, hat das Projekt in Form eines Praktikums mit Sprachvermittlung und künstlerische (Musik- und Bildprojektion) begleitet.

Die Premiere fand am 30. November um 20:30 im komplett ausverkauften Theater Niccolini statt.

Odissea 30

Reise, Entscheidung, Zukunft

Der Krieg um Troja ist nach zehn Jahren zu Ende gegangen, die griechischen Kämpfer haben nichts mehr zu tun und machen sich auf den Weg nach Hause.

In Italien haben laut Statistik 30 Prozent der sogar gut ausgebildeten jungen Menschen keinen Arbeitsplatz und somit nichts zu tun, aber einige von ihnen machen sich durch das Projekt JobAct Impulso auf den Weg nach Hause, zu sich selbst. Wer bin ich und welche Herausforderungen muss ich bestehen, um meinen Weg und meine nicht ortsgebundene, sondern meine innere Heimat zu finden.

Polyphem, Hades und die Sirenen sind reale aktuelle Herausforderungen für jeden von uns und diese Stationen in der Odyssee sind Wegweiser für die Zukunft. Die Zukunft braucht aktive Menschen und für jeden sollte die Zukunft offen und gestaltbar bleiben.

Auszug aus der Rede von Sandra Schürmann bei der Premiere:
Künstlerische Bildung zeigt die Gestaltungsprinzipien für jeden Einzelnen auf und erschließt sie ihm. Der Mensch lernt sich selbst vertieft kennen, seine Wirkung auf andere, seine Kräfte, etwas in die Tat umzusetzen, seine Dynamik. Der Mensch lernt im künstlerischen Üben, dass er über sich hinaus wachsen, sozusagen die Welt aus den Angeln heben kann. Das gibt Zuversicht, wenn man sich dieser Kraft bewusst ist.
Künstlerische Bildung kann Hoffnungslosigkeit, die Egoismus und Angst erzeugt, in Mut zur Gestaltung verwandeln. Damit entstehen ganz neue Zukunftsperspektiven, denn Menschen brauchen nicht mehr aus Angst ihre Vorteile sichern, sondern können mit positiver Freude auf die Zukunft zugehen, weil es eine Gesellschaft der Tätigen, der Gestalter ist.

Jeder Mensch ist ein Künstler und hat das Potential, die Welt zu verändern. Das ist unsere Zukunftsvision und unsere Hoffnung für Europa!

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