Berlin, 20. Oktober: Molière – Die gelehrten Frauen

Molière: Die gelehrten Frauen

Neuübersetzung von Rainer Kohlmayer

Die Aufführung einer Komödie ist harte Arbeit. Für ein ehrliches Lachen schwitzt der Darsteller Wochen lang und trotzdem kann es passieren, dass es an dem Abend der Aufführung mit dem heiß ersehnten Lachen doch nicht klappt und die Zuschauer stumm bleiben. Wie entsteht der Zauber des Lachens? Wie können Darsteller und Zuschauer einen gemeinsamen Raum betreten, in dem keine herkömmlichen Gesetze mehr gelten, sondern nur die Verzauberung wirkt, als ob wir uns selbst in einem krummen Spiegel beobachten.

Der Mensch ist tragisch und komisch zugleich. Es ist eine hohe Kunst, sich mit sich selbst so stark auseinander zu setzen, dass man über die eigenen Schwächen herzlich lachen kann. Deswegen ist es eine hervorragende Herausforderung für einen Sozialkünstler, eine Komödie als Abschlussaufführung anzubieten. Plumper Geist, Selbstverliebtheit, Habgier und Kalkül, Selbstüberschätzung und Neid – ein großes Terrain für das soziale Miteinander, wie Molière es schon wusste.

Die Aufführung ist der künstlerische Abschluss der zweijährigen Ausbildung zum Sozialkünstler in der SCHULE der Sozialen Kunst in Witten. Die Ausbildung zum Sozialkünstler adressiert die zunehmende Komplexität der Arbeits- und Lebensbedingungen und schult die Selbstwahrnehmung mit dem Ziel, in allen Krisensituationen handlungs- und gestaltungsfähig zu sein. Sie befähigt zur Beratung und Gestaltung im individuellen Kontext, in der Arbeit mit Menschen in sozialen Einrichtungen aber auch in Wirtschaftsunternehmen.

Premiere: Freitag 20.10.2017 um 20:00 Uhr
Weitere Aufführung: Samstag, 21.10.2017 um 20:00 Uhr

Ort: Kunsthaus ACUD, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin Mitte

Hier können Sie Karten für die Veranstaltungen reservieren: projektfabrik.org

Weitere Kartenreservierung über: buero@projektfabrik.org (Tel: 02302-914550) oder auf der Webseite des ACUD www.acud.de

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